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Publiziert in Finanzen

Im Fokus stehen institutionelle Club-Deals für Privatanleger

Deutsche Finance: Thomas Oliver Müller punktet mit Prime-Investment Olympia Exhibition Center London

Samstag, 30 Januar 2021 11:01 geschrieben von 
Thomas Oliver Müller führt die Deutsche Finance Group. Thomas Oliver Müller führt die Deutsche Finance Group. Quelle: AUSTRIA DEPESCHE, Deutsche Finance

München – Die Deutsche Finance Holding AG mit Sitz in der Münchner Leopoldstraße ist dafür bekannt, unterschiedlichen Investorengruppen institutionelle Märkte in den Bereichen Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur zu erschließen. Das 2005 von Thomas Oliver Müller gegründete Investmenthaus hat Beraterbüros in London, Denver, Luxemburg, Zürich sowie Madrid und ist bankenunabhängig. Dass hat für Anleger den Vorteil, dass sie nicht im Bankeninteresse nur bestimmte Finanzprodukte angeboten bekommen, sondern das Produktspektrum ungleich größer ist. Hinzu kommt eine ganzheitliche Investmentstrategie, die alles von Asset Management und Fund Management über Risikomanagement und Marktforschung bis zu Anlagevermittlung und Anlegerverwaltung umfasst.

Vorstandschef Müller setzt seit einiger Zeit besonders auf institutionelle Club-Deals für Privatanleger, um privates und institutionelles Kapital für konkrete Immobilienentwicklungen zu bündeln. Diese Co-Investments gelten bei vielen Finanzdienstleistern als echte Innovation im Markt der Sachwertanlagen. Privatanleger investieren gemeinsam mit finanzstarken institutionellen Partnern in renditeträchtige Immobilien- und Infrastrukturprojekte. „Alle Details werden dabei zwischen den beteiligten Investoren vereinbart, und alle wichtigen Entscheidungen werden gemeinsam getroffen“, konstatiert Thomas Oliver Müller. „Es handelt sich somit um ein echtes unternehmerisches Immobilieninvestment, bei dem die Investoren aktiv mitwirken.“ Zu den Vorzügen von institutionellen Club-Deals zählt er „Exklusivität, mehr Einflussmöglichkeiten, kürzere Laufzeiten sowie damit einhergehend tendenziell höhere Renditen“. Mit Prime-Investments wie der als „Coca-Cola-Building“ bekannten Immobilie 711 Fifth Avenue in New York und dem Großprojekt „Olympia Exhibition Center“ in London hat die Deutsche Finance einen überzeugenden Grundstein für ihre institutionelle Club-Deal-Serie gelegt.

Ein absolutes Prestige-Projekt realisiert der Finanzkonzern derzeit in Großbritannien unter dem Kurznamen „Olympia“. Bei einem der größten europäischen Prime-Investments der Deutsche Finance Group geht es um ein Grundstück im Londoner Stadtteil Kensington/Hammersmith. Dieses ist mit dem berühmten Olympia Exhibition Center bebaut, der größten innerstädtischen Messe- und Ausstellungsfläche der britischen Hauptstadt, und soll bis 2023 zum führenden Kunst-, Event-, Freizeit- und Ausstellungszentrum Londons ausgebaut werden. 2017 hatte sich die Deutsche Finance Group im Rahmen eines Joint Venture unter der Beteilung von institutionellen Investoren, angeführt von ihrer Tochter Deutsche Finance International und Yoo Capital, an dem rund 5,7 Hektar großen Grundstück beteiligt. Dr. Sven Neubauer, Investitionsvorstand der Deutsche Finance, sagte im Februar 2019 über die sich daraus ergebenden Chancen: „Olympia ist ein ideales Beispiel für einen institutionellen Club-Deal mit Wertsteigerungsstrategie und für aktives Asset Management. Auch Privatanleger sind bei diesem Club-Deal über Fonds mitinvestiert.“

Im letzten Dezember meldete die Investmentgesellschaft auf ihrer Facebook-Seite erste Vermietungserfolge: „Nachdem nun der Baubeginn des Projektes erfolgt ist, haben Deutsche Finance International und Yoo Capital die ersten Verträge mit drei künftigen Mietern und führenden Unternehmen aus den Bereichen Entertainment, Lifestyle und Hotellerie für das Olympia Exhibition Center erfolgreich abgeschlossen.“ Dabei handelt es sich um die niederländische Lifestyle-Hotelkette citizenM, die renommierte Hotelkette Hyatt sowie die Anschutz Entertainment Group (AEG Presents). Sie ist eine Tochtergesellschaft der Anschutz Corporation als einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Sport- und Live-Entertainment. Dank dieser drei exklusiven Vertragspartner bekommt das Areal des Olympia Exhibition Center einen neuen Musik-Veranstaltungsort für rund 4.400 Teilnehmer, ein Lifestyle-Hotel von citizenM mit insgesamt 145 Zimmern und ein Hyatt Regency Hotel mit insgesamt 196 Zimmern. Oliver Gardiner, Development Director der Deutsche Finance International, kommentierte die Vertragsunterzeichnungen unlängst so: „Wir freuen uns sehr darüber, drei hochkarätige Weltmarken für das Entwicklungsprojekt an unserer Seite zu haben und gemeinsam das Konzept für diesen historischen Veranstaltungsort in London zu verwirklichen.“

Im August 2020 erwarb die Deutsche Finance Group auch noch den Office Tower „Big Red“ im Geschäftszentrum von Chicago. Die 45-stöckige Büroimmobilie verfügt über eine Mietfläche von rund 112.000 Quadratmetern und ist nach einer Rundum-Renovierung fast vollständig vermietet. Die Ratingagentur Scope gab dem „Deutsche Finance Investment Fund 16 – Club-Deal Chicago“ Bestnoten. Ausschlaggebend waren unter anderem die besondere Bonität der Hauptmieter und die Einnahmesicherheit wegen sehr langer Mietvertragslaufzeiten. „Mit dem institutionellen Club-Deal Chicago erhalten Privatanleger Zugang zu einem langfristig vermieteten Prime-Investment mit hohem laufenden Cash Flow und interessantem Wertsteigerungspotenzial“, betonte Theo Randelshofer, Vorsitzender Geschäftsführer der Deutsche Finance Solution GmbH. Nach dem „Big Red“ kaufte die Deutsche Finance Group zusammen mit SHVO Capital für ein institutionelles Joint Venture den Gebäudekomplex „Transamerica Pyramid“ in San Francisco. Mit der „Pyramide“ haben die Münchner Investmentprofis eines der attraktivsten Gebäude der Welt im Portfolio.

Das massive Engagement im britischen und amerikanischen Markt für Prime-Immobilien darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Investmenthaus weiterhin auch Deutschland fest im Blick hat. Im April 2020 wurde bekannt, dass mit der Deutsche Finance Development GmbH eine neue Projektentwicklungs- und Managementgesellschaft für Gewerbe- und Wohnimmobilien ihren Fokus auf den deutschen Immobilienmarkt richtet. Erklärtes Ziel ist es, Investoren über Direkt-Investments, Club-Deals und Joint Ventures Zugang zu lukrativen Investmentstrategien zu verschaffen. Geschäftsführer der in München ansässigen Gesellschaft sind Roland Wüst und Markus G. Neuper. Beide können auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen Projektentwicklung und Immobilienmanagement zurückblicken. „Mit der Deutsche Finance Development erweitern wir unsere Investment-Plattform-Strategie“, stellte Thomas Oliver Müller kurz und knapp fest.

Dass die Deutsche Finance Group geschäftspolitisch alles richtig macht, beweisen die Geschäftszahlen. Im letzten Jahr hat sie insgesamt 1,242 Milliarden Euro Eigenkapital platziert. Von dieser Summe entfielen 1,1 Milliarden Euro auf die institutionelle Sparte und 141,6 Millionen Euro auf das Geschäft mit den Privatkunden. Die Assets under Management konnten weiter deutlich gesteigert werden und lagen zum Jahresende 2020 bei über 7,7 Milliarden Euro.

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Dirk Schneider

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