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Asylpolitik

Johanna Wanka (CDU) fordert einfacheren Zugang für Asylanten an Unis

Samstag, 19 September 2015 20:35 geschrieben von 
Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka Foto: Laurence Chaperon Quelle: www.bmbf.de

Berlin - Die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) will Asylanten den Zugang zur Hochschule erleichtern. Qualifizierte Asylbewerber sollen einen entsprechenden Test in ihrer Landessprache ablegen können, um ihre Eignung feststellen zu können. Die Kosten für den Test sollen größtenteils vom Bund getragen werden.

„Wir wollen, dass die Hochschulen zur Integration beitragen“, so Wanka. Asylanten, die in Deutschland studieren wollen, sollten einen guten Zugang zu den Universitäten des Landes erhalten. Der Test in einheimischer Sprache soll dabei dazu dienen, schon frühzeitig eine Studierfähigkeit feststellen zu können, so die CDU-Politikerin. Der Bund plane, dass die Asylanten den Test „flexibel an zentralen Hochschulstandorten ablegen können“. Zusätzliches Personal werde vom Bund gestellt.

Um die Sprachkenntnisse der Eingereisten zu fördern, will der Bund mit der Zeit gehen. So plane man etwa eine App, „die Flüchtlinge schon in der Erstaufnahmeeinrichtung nutzen können“. So könnten sie bei Interesse sofort mit den ersten Sprachlektionen beginnen. Außerdem will der Bund 2.400 zusätzliche Plätze an Studienkollegs schaffen, um den Asylanten den Einstieg ins Studium zu erleichtern.

Zudem kündigte Wanka eine Reform des Bafögs an, die es den Asylanten ohne Wartezeit ermöglicht, Bafög zu erhalten. Das selbe Recht hätten dann auch Geduldete, wenn sie länger als fünfzehn Monate in Deutschland leben. Ab kommendem Jahr wird die Änderung in Kraft treten.

Michael Aulbach, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Studienkollegs Deutschlands und Leiter des Studienkollegs der Universität Saarbrücken, erklärte, die Aufstockung der derzeitig 4.000 Plätze um weitere 2.400 seien ein „beachtlicher Schritt“. „Wir freuen uns sehr und sich auf die kommenden Schritte der Umsetzung gespannt.“ Nun müsste vor allem geeignetes Personal gefunden werden.

Bisher ist noch unklar, wie viel Geld der Bund in die Fördermaßnahmen steckt. „Die Zahl der Flüchtlinge ändert sich jeden Tag“, so Wanka. „Genauere Zahlen, wie viel Geld nötig sein wird, könnten übermorgen schon wieder obsolet sein.“

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Stephan Weber

Stephan Weber (Jahrgang 1988) ist Herausgeber der WINZERIN VOM RHEIN und lebt in Heidelberg.

Er ist politisch engagiert und beobachtet das Zeitgeschehen vor allem in den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Webseite: www.winzerin-vom-rhein.de/show/author/46-stephan-weber.html
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