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Frankfurt am Main – Seit ihrem Rekordhoch von rund 64.900 US-Dollar Mitte April hat die älteste und wichtigste Cyberdevise Bitcoin schon wieder 40 Prozent ihres Wertes verloren. Trotzdem bleibt aus der Perspektive von zwölf Monaten ein sattes Plus von rund 300 Prozent. Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, hat für den Höhenflug der legendären Kryptowährung diese Erklärung: „Der Bitcoin ist nicht mehr das Nischen-Anlageobjekt, als das er vor über zehn Jahren gestartet ist. Mittlerweile investieren nicht nur private, sondern auch institutionelle Anleger wie Fonds und Banken in den Bitcoin. Da seine Anzahl auf 21 Millionen Stück begrenzt ist, führt die derzeitige Nachfrage zu einem umso höheren Anstieg seines Kurses. Und aufgrund des anhaltenden Zinstiefs nutzen ihn immer mehr Anleger als Alternative zu ihren früheren Investitionen.“

Hamburg – Als Reaktion auf die Erschütterung des Neuen Marktes 2001 und die Finanzkrise 2008 sind verschiedene Maßnahmen zur Regulierung der Kreditvergabe von Banken eingeführt worden, die in der Fachwelt als Basel II- und Basel III-Bestimmungen bezeichnet werden.„Basel II“ und „Basel III“ haben die Mindestkapitalanforderungen an Darlehensnehmer deutlich erhöht, um das internationale Bankensystem krisensicherer zu machen. Was aus Sicht der Finanzpolitiker Sinn macht, tut es aus der Perspektive der Wirtschaftspolitiker nicht. Durch das Drehen an der Regulationsschraube bekommen viele Unternehmen immer seltener die Investitionskredite, die sie dringend brauchen. Gerade für Immobilienentwickler und Bauträger wurden die Fremdfinanzierungsmöglichkeiten durch deutlich höhere Eigenkapitalvorgaben erschwert. Weil Baugesellschaften meist an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten, haben sie einen hohen Eigenkapitalbedarf. Trotzdem müssen sie bei Projektfinanzierungen extrem hohe Eigenkapitalquoten erfüllen.