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Berlin - Die Zahl der Selbstständigen in Deutschland, die ergänzend Hartz IV beziehen müssen, hat sich Angaben der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes zufolge seit 2007 verdoppelt. Das geht aus einer Anfrage der Linken hervor.

Nürnberg - Neueren Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) zufolge ist die Kinderarmut in Deutschland erneut angestiegen. So lebt mittlerweile jedes sechste Kind in einer Hartz-IV-Familie. Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es erhebliche Unterschiede. In Bremen und Berlin ist sogar jedes dritte Kind auf staatliche Grundsicherung angewiesen. So liegen die Quoten der Kinder mit Hartz-IV-Bedarf in Berlin und Bremen bei 33,5 beziehungsweise 32,9 Prozent. In Bayern und Baden-Württemberg sind es dagegen nur 7,3 bzw. 8,5 Prozent. Aktuell leben 1,67 Millionen Kinder zwischen null und 15 Jahren von Hartz IV. Das sind 23.000 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Anteil stieg somit um 0,7 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent.

Luxemburg - Laut dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) sind die in Deutschland geltenden Regelungen zum Hartz-IV-Bezug durch Ausländer aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit dem EU-Recht kompatibel. EU-Ausländer müssen in Deutschland keinen Anspruch auf Hartz IV haben, wenn sie in Deutschland noch nie gearbeitet haben. Für den Fall, dass sie weniger als ein Jahr gearbeitet haben und dann arbeitslos wurden, haben sie für sechs Monate Anspruch auf Sozialhilfe.

Redaktion