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Frankfurt am Main – Seit ihrem Rekordhoch von rund 64.900 US-Dollar Mitte April hat die älteste und wichtigste Cyberdevise Bitcoin schon wieder 40 Prozent ihres Wertes verloren. Trotzdem bleibt aus der Perspektive von zwölf Monaten ein sattes Plus von rund 300 Prozent. Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, hat für den Höhenflug der legendären Kryptowährung diese Erklärung: „Der Bitcoin ist nicht mehr das Nischen-Anlageobjekt, als das er vor über zehn Jahren gestartet ist. Mittlerweile investieren nicht nur private, sondern auch institutionelle Anleger wie Fonds und Banken in den Bitcoin. Da seine Anzahl auf 21 Millionen Stück begrenzt ist, führt die derzeitige Nachfrage zu einem umso höheren Anstieg seines Kurses. Und aufgrund des anhaltenden Zinstiefs nutzen ihn immer mehr Anleger als Alternative zu ihren früheren Investitionen.“

München – Für mehr Klimaschutz ist fast jeder. Interessant ist die Frage, zu welchen klimafreundlichen Maßnahmen jeder Einzelne tatsächlich bereit ist. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) gibt darauf konkrete Antworten. Demnach sprechen sich fast drei Viertel der Deutschen für eine weitere Solardach-Förderung aus, aber nur jeder Fünfte wäre für den Klimaschutz auch zum Fleischverzicht bereit. Die Demoskopen von Yougov haben ermittelt, dass sich hochgerechnet 50 Millionen Bundesbürger über 18 Jahren dafür aussprechen, dass die Bundesregierung auch zukünftig die Installation neuer Dach-Solaranlagen unterstützt. Von verschiedenen Klimaschutzmaßnahmen ist die Solarenergie mit einer Zustimmungsrate von 71 Prozent das beliebteste Klimaschutzinstrument. Etwa jeder zweite Bürger ist für die weitere Förderung der Windenergie und eine höhere Förderung von Elektroautos. Die Einführung einer Kerosinsteuer auf Inlandsflüge wünschen sich 47 Prozent der Befragten und ein allgemeines Tempolimit 43 Prozent. Aber nur wenige wollen für den Klimaschutz auch auf Fleisch verzichten.

München – Ende Januar hat die Kommission für „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ ihren mit Spannung erwarteten Plan zum Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohleförderung vorgelegt. Das Gremium, das unter dem Namen „Kohlekommission“ bekannt ist, will, dass Deutschland spätestens 2038 als eines der ersten Industrieländer der Welt neben Erdgas fast komplett auf erneuerbare Energien setzt. Da die Bundesregierung die Vorschläge der Kommission bereits abgesegnet hat, wird im Jahr 2038 definitiv das letzte deutsche Kohlekraftwerk abgeschaltet. 2032 soll geprüft werden, ob das Ausstiegsdatum vielleicht schon auf 2035 vorgezogen werden kann. Beschlossen wurde zudem ein schrittweiser Kohleausstieg: Bis 2022 soll die Kohleverstromung um ein Viertel zurückgehen und bis 2030 um mehr die Hälfte sinken. Den meisten Umweltverbänden ist das zu spät, weil ihnen zu viel Zeit für den Klimaschutz verloren geht.