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Dubai – Wegen immer mehr Regulierungsvorgaben der Politik und der Negativzins-Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Banken bei der Kreditvergabe inzwischen sehr risikoscheu geworden. Immer seltener sind sie bereit, selbst seriöse und erfolgversprechende Start-ups mit dem nötigen Investitionskapital auszustatten. Unter dem damit verbundenen Kapitalmangel leiden insbesondere innovative Neugründungen in Deutschland, die mitunter verzweifelt nach alternativen Finanzierungsquellen suchen. Ein Jungunternehmer brachte es mal auf diese Formel: „Die Suche nach Investoren hat etwas von einem Dating. Die Partnersuche kann mit einem Volltreffer, aber auch einem Reinfall enden.“

Hamburg – Als Reaktion auf die Erschütterung des Neuen Marktes 2001 und die Finanzkrise 2008 sind verschiedene Maßnahmen zur Regulierung der Kreditvergabe von Banken eingeführt worden, die in der Fachwelt als Basel II- und Basel III-Bestimmungen bezeichnet werden.„Basel II“ und „Basel III“ haben die Mindestkapitalanforderungen an Darlehensnehmer deutlich erhöht, um das internationale Bankensystem krisensicherer zu machen. Was aus Sicht der Finanzpolitiker Sinn macht, tut es aus der Perspektive der Wirtschaftspolitiker nicht. Durch das Drehen an der Regulationsschraube bekommen viele Unternehmen immer seltener die Investitionskredite, die sie dringend brauchen. Gerade für Immobilienentwickler und Bauträger wurden die Fremdfinanzierungsmöglichkeiten durch deutlich höhere Eigenkapitalvorgaben erschwert. Weil Baugesellschaften meist an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten, haben sie einen hohen Eigenkapitalbedarf. Trotzdem müssen sie bei Projektfinanzierungen extrem hohe Eigenkapitalquoten erfüllen.

Redaktion