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Wemding – Die Szenarien sind äußerst beunruhigend: Einer Bertelsmann-Studie zufolge könnte in 20 Jahren mehr als jeder fünfte Bewohner Deutschlands von Altersarmut betroffen sein – und das selbst dann, wenn sich die zerstrittene Große Koalition in Berlin noch auf ein Grundrentenmodell einigen sollte. Schon heute bleibt vielen Rentnern am Ende eines Monats kaum etwas von ihren Altersbezügen übrig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im letzten Jahr 14,4 Prozent der über 65-Jährigen arm, bei den Rentnern unter ihnen sogar 15,6 Prozent. Im Jahr 2006 waren erst 10,3 Prozent der Rentner von Armut betroffen, heute sind es 15,6 Prozent, was einer Steigerung von 51 Prozent entspricht. Und die Zahl der Armutsrentner wird in Zukunft noch deutlich steigen. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung könnte der Anteil armutsbedrohter Rentner bis 2039 von 16,8 auf 21,6 Prozent wachsen. Bei dieser Berechnung sind die Experten sogar von einer weiterhin guten Wirtschaftsentwicklung und der Einführung einer Grundrente ausgegangen. Als von Armut bedroht gelten deutsche Rentenbezieher dann, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens über die Runden kommen müssen. Die Studie sieht diese kritische Grenze bei einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 905 Euro. Andere Wissenschaftler setzen die Armutsgefährdungsschwelle bei 917 Euro im Monat an.

Berlin - Die Zahl der Selbstständigen in Deutschland, die ergänzend Hartz IV beziehen müssen, hat sich Angaben der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes zufolge seit 2007 verdoppelt. Das geht aus einer Anfrage der Linken hervor.

Berlin - Die massenhafte Zuwanderung führt zu einer Bevölkerungszunahme wie es sie seit 22 Jahren nicht mehr gegeben hat. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr um rund 430.000 Asylanten und Migranten auf insgesamt 81,2 Millionen Menschen. Dies stellt den höchsten Bevölkerungszuwachs seit 1992 dar.

 

Wiesbaden – Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai mitteilte, übten in Deutschland 2014 rund zwei Millionen Menschen – das sind 5 Prozent der Erwerbstätigen – neben ihrer Hauptbeschäftigung noch mindestens eine weitere bezahlte Tätigkeit aus. Die Zahl der Personen mit Nebenbeschäftigung ist damit seit 2011 um 13 Prozent gestiegen.

Berlin - Noch nie war die Zahl der im Land lebenden Ausländer höher als Ende 2014. Die Zahl der Ausländer in Deutschland erreichte im Vorjahr den höchsten Stand seit Einführung des Ausländerzentralregisters 1967. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, hielten sich rund 8,2 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit Ende des vergangenen Jahres hierzulande auf.

Redaktion