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Publiziert in Unternehmen

Risiken der Beteiligung an Solarfonds

Nach Conergy, Sunways, Solar Millenium muß die Solarbranche hinterfragt werden

Dienstag, 03 Februar 2015 17:01 geschrieben von 
Solaranlage Solaranlage

München - Trotz der Reduzierung der Förderung des von Solaranlagen eingespeisten Stroms in Deutschland, wurden Beteiligungen an Fonds aus diesem Bereich der regenerativen Energie in den vergangenen Jahren als ökologische und nachhaltige Investments massiv beworben.

Die Fonds wurden zumeist als GmbH & Co KG konzipiert, so dass eine Beteiligung als Kommanditist für den Anleger vorgesehen war. Die dem Investment zugrundeliegende Energieerzeugung erfolgt vorwiegend über großflächige Photovoltaikfelder, insbesondere in südlichen Regionen Europas.

Zwischenzeitlich ist der Wirtschaftspresse zu entnehmen, dass einige Solarfonds die Ausschüttungen eingestellt haben und die zukünftige Entwicklung der Fonds ungewiss sei.

Der Anleger hat sich vor der Investition in einen Solarfonds als Kommanditist zu vergegenwärtigen, dass er die erbrachte Einlage eben nicht zwingend sicher ist, sondern er de facto ein unternehmerisches Risiko trägt.

Vor einer Beteiligung sind die Informationen einzuholen, die es ermöglichen sämtliche Unwägbarkeiten der Anlageform gegenüber den Chancen abzuwägen.

Zu berücksichtigen ist bei der Anlageentscheidung, ob der Fonds bei der Projektierung der Anlage mitwirkt oder eine fertige Anlage als Betreiber übernimmt. Neben den allgemeinen Risiken des geschlossenen Fonds steht der Anleger bei der Investition in einen geschlossenen Solarfonds erheblichen Unwägbarkeiten gegenüber.

Ohne Anspruch auf eine vollständige Darstellung, sind zu nennen, die Änderung der politischen und gesetzlichen Gegebenheiten, die Änderung der klimatischen Bedingungen, die Entstehung von technischen Problemen sowie Währungsrisiken (Standort der Anlage im Ausland). Hinzu kommen Risiken, wie Insolvenzen von Vertragspartnern (bei Bau oder Zulieferern) oder unzureichende Qualität der Anlagenbestandteile.

Anlegern ist daher zu empfehlen, die einzelnen Schritte bis zur Zeichnung der Beteiligung umfassend zu dokumentieren, um nötigenfalls die bestmöglichen Voraussetzungen zu haben, Ansprüche bezüglich des Investments durchzusetzen.

Letzte Änderung am Dienstag, 03 Februar 2015 17:18
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Stephan Weber

Stephan Weber (Jahrgang 1988) ist Herausgeber der WINZERIN VOM RHEIN und lebt in Heidelberg.

Er ist politisch engagiert und beobachtet das Zeitgeschehen vor allem in den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Webseite: www.winzerin-vom-rhein.de/show/author/46-stephan-weber.html

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